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Neue Bücher und Buchpräsentation: Die Märchen von Beedle dem Barden
Zu Gast: Lisbeth Zwerger und Katrin Hogrebe

 


 

 

 

 

 

 

 


 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Ein STUBE-Freitag ganz im Zeichen von Harry Potter. An Devotionalien mangelt es dem STUBE-Team ja nicht: Tassen in Form von Zaubertrankkesseln, Schals mit den Wappen der vier Häuser von Hogwarts, Cardigans im Marauders-Map-Design. Und jener Zauberstab, den die STUBE vom Lese- und Theaterclub Turmgeflüster geschenkt bekommen hat. Ein „Alohomora“ brauchte es an diesem Tag nicht. Eine Neuerscheinung aus dem Potter-Universum sorgte dafür, dass die Flügeltüren weit geöffnet waren und 80 Interessierte auf Stühlen, Hockern, Sitzpölstern und letztlich Stehplätzen mit eingeschränkter Sicht drängen konnten. (Ein neuer Besucher*innen-Rekord in der STUBE!)

Bevor sich dann auch wirklich alles um jenes Märchenbuch gedreht hat, das Hermione von Dumbledore vermacht bekommt und Harry Potter den Weg zur Bedeutung der Heiligtümer des Todes weist, standen die herbstlichen Neuvorstellungen auf dem STUBE-Freitag-Programm. Unter den Gästen einmal mehr die führende Online-Journalistin in Sachen STUBE-Tagebuch …

Eine wirklich gut gefüllte STUBE mit rund 80 Besucher*innen.

Kathrin Wexberg widmete sich ausgewählten Werken der neusten Jugendliteratur und schickte warnend voraus, dass es sich durchwegs um schwierige Kost handle. Da jedoch die STUBE an diesem Freitag ihren absoluten Besucher*innenrekord verzeichnen konnte und entsprechend berstend voll war, hätte sich jeder Fluchtversuch ohnehin als zwecklos erwiesen.

Michèle Minellis mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichneter Roman „Passiert es heute? Passiert es jetzt?“ erzählt die Geschichte einer durch Gewalt schwer geschädigten Familie. Elisabeth Etz’ „Nach vorn“ reiht sich in die sogenannte Sick Lit ein und behandelt die Schwierigkeit, nach dem Überwinden einer schweren Krankheit die Fäden des Lebens wieder aufzunehmen. Elisabeth Steinkellners „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ lässt in wechselnder Erzählperspektive den Ozean ebenso als Reiseziel wie als Inbegriff von Verlust und Tod entstehen. Und schließlich wird in Carlie Sorosiaks „Mein wildes blaues Wunder“ der tragische Ertrinkungstod einer Figur zum Konfliktfeld zwischen einander beschuldigenden Geschwistern.

Claudia Sackl beleuchtete den Kosmos der neusten Romanreihen, allen voran Alex Wheatles „Crongton“ Bücher, in denen eine Jugendslang-Kunstsprache zum Einsatz kommt, die sich geschickt der Peinlichkeit entzieht, zum Zeitpunkt der Drucklegung ohnehin schon wieder überholte Jugendsprachen nachahmen zu wollen. In Jason Reynolds’ „Jede Menge Leben“ geht es um ein afroamerikanisches Laufteam im Süden der USA, nach dessen Mitgliedern jeweils ein Band benannt ist. Chris Priestleys „Moodermore Castle“ erzählt schließlich auf skurrile Art in tiefschwarzem Humor von der „Schule für nicht besonders helle Kinder nicht besonders reicher Eltern“.

In das Reich der Bilderbücher führte Peter Rinnerthaler, und auch hier fanden sich wieder einige preisgekrönte Autor*innen und Illustratoren: Shaun Tan erhielt für seine Bücher bereits den Astrid Lindgren Memorial Award und beeindruckt nun mit der technischen Vielfalt seiner „Reise ins Innere der Stadt“ (als Fortsetzung der um zehn Jahre älteren „Geschichten aus der Vorstadt“ zu lesen). Ulrich Hub erzählt die etwas andere Weihnachtsgeschichte „Das letzte Schaf“ gemeinsam mit Illustrator Jörg Mühle, der für „Viele Grüße, deine Giraffe“ den deutschen Jugendliteraturpreis erhielt. Und die schönste Auszeichnung von allen erhielt die STUBE von Mehrdad Zaeri und Christina Laube, die in „Marthas Reise“ der STUBE ein Denkmal setzten, indem sie sie als Café Stube einschrieben.

Heidi Lexe schließlich folgte dem alliteratorischen Motto Baby Bitch und Beedle - beginnend mit einigen bemerkenswerten Blickwinkeln auf die Kleinsten der Kleinen […] über die beste Bitch (Nataly Elisabeth Savina) führte der Weg schließlich zu den cleveren, unabhängigen und unverschämten Frauen in Ocean‘s 8 - die wiederum als Rolemodel für eine Bande an Meisterdieb*innen dienten und mitten hinein in die phantastische Welt von Ketterdam führten, in der Kaz Brekker mit seinen Krähen (Leigh Bardugo) das Unmögliche wagt.

 

Literaturliste:

Michèle Minelli: Passiert es heute? Passiert es jetzt? Jungbrunnen 2018.

Elisabeth Etz: Nach vorn. Tyrolia 2018.

Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen. Beltz & Gelberg 2018.

Carlie Sorosiak: Mein wildes blaues Wunder. Aus dem Engl. v. Ulrike Köbele. Arena 2018.

Alex Wheatle: Die Ritter von Crongton. Aus dem Engl. v. Conny Lösch. Kunstmann 2018.

Jason Reynolds: Ghost. Jede Menge Leben. Aus dem Amerikan. v. Anja Hansen-Schmidt. dtv 2018.

Peter Frankopan: Die Seidenstraßen. Eine Weltgeschichte für Kinder. Ill. v. Neil Packer. Aus dem Engl. v. Norbert Juraschitz. Rowohlt Taschenbuch 2018.

Chris Priestley: Modermoor Castle. Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel. Ill. v. Chris Priestley. Aus dem Engl. v. Sigrid Ruschmeier. FISCHER Sauerländer 2018.

Shaun Tan: Reise ins Innere der Stadt. Aus dem Engl. v. Eike Schönfeld. Aladin 2018.

Ulrich Hub: Das letzte Schaf. Mit Bildern von Jörg Mühle. Carlsen 2018. Hörbuch, gelesen vom Autor, Silberfisch 2018.

Agnès de Lestrade/Valeria Docampo: Die Schneiderin des Nebels. Aus dem Franz. v. Anja Taube. Mixtvision 2018.

Mehrdad Zaeri/Christina Laube: Marthas Reise. Knesebeck 2018.

The Incredibles II. Film von Brad Bird.  Drehbuch von Brad Bird. 118 min. USA 2018.

Isol: Das Kleine. Aus dem Span. v. Karl Rühmann. Jungbrunnen 2018.

Oliver Jeffers: Hier sind wir. Anleitung zum Leben auf der Erde. Aus dem Engl. v. Anna Schaub. NordSüd 2018.

Allan Ahlberg/Emma Chichester Clark: Baby an Bord. Aus dem Engl. v. Andreas Steinhöfel. Moritz 2018.

Nataly Elisabeth Savina: Meine beste Bitch. Fischer 2018.

Ocean’s 8. Film von Gary Ross. Drehbuch von Gary Ross und Olivia Milch. 110 min. USA 2018.

Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen / Das Spiel der Krähen. Aus dem amerikan. Engl. v. Michelle Gyo. Knaur 2017/2018.

 

Exklusive Buchpräsentation:

J.K. Rowling und Lisbeth Zwerger: 
Die Märchen von Beedle dem Barden. Carlsen

Nach der Kaffeepause schafften es alle, die einen ergattert hatten, an ihren Platz zurück und tauchten in die bezaubernde Bilderwelt von Lisbeth Zwerger ein. Das Gespräch mit ihr und Katrin Hogrebe vom Carlsen Verlag führte Heidi Lexe.

Unter dem Motto „20 Years of Magic“ feiert das Harry Potter Universum seinen unglaublichen zwanzigsten Geburtstag. Weltweit feiern die Verlage mit zahlreichen Neuausgaben mit. Als spin-off der sieben Bände erschienen einerseits die Hogwarts Schulbücher über Quidditch und Magische Tierwesen, andererseits aber auch die in keinem Zauberhaushalt fehlende Märchensammlung von Beedle dem Barden, die nun als neue Schmuckausgabe mit einer Runen-Übertragung von Hermine Granger, Kommentaren aus dem Nachlass von Albus Dumbledore und Bildern von Lisbeth Zwerger vorliegt.

Lisbeth Zwerger, die die Harry Potter Bücher und Filme vor dieser Arbeit nicht gekannt und sie auch bewusst für die Märchenillustration weitestgehend ausgespart hatte, erzählte gleich zu Beginn des Gesprächs, wie abenteuerlich sich dieser Auftrag gestaltete, denn sie hatte nie eine endgültige Zusage bekommen, sondern stets den Eindruck, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Entsprechend groß war der Zeitdruck, sodass sie sich ein Raster an verfügbaren Tagen für Entwurf, Ausführung und Korrekturen zu jedem Bild zurechtlegte. Ihre Illustrationen zieren nun die Ausgabe für den deutschsprachigen und US-amerikanischen Markt, Chris Riddells Bilder die britische und australische Ausgabe.

Lisbeth Zwerger gilt als ausgewiesene Spezialistin für Märchenillustrationen (J. K. Rowling ist die erste lebende Autorin, die sie illustrierte!) Opulenz ist ihre Sache nicht, viel mehr wirken ihre Aquarelle durch sehr klare Formen, Ruhe und Tiefe. Die Dynamik entsteht vor allem durch Körper in Bewegung, die sie wie niemand sonst darzustellen vermag. Feiner Humor versteckt sich im Detail, Spannung entsteht sehr oft durch das, was nicht gezeigt wird. Genau so sind auch Lisbeth Zwergers Antworten.

Dankenswerterweise erklärte sie sich bereit, viele viele Bücher zu signieren, während sich die glücklichen Besucher*innen des Abends wie gewohnt beim Buffet stärken konnten.


Ein Bericht von Alexandra Holmes

 


Heidi Lexe nahm das Erscheinen dieser prachtvollen Neuausgabe zum Anlass, ihre umfangreichen Überlegungen zu dem „Harry Potter“-Spin-of in einem >>>fokus-Band festzuhalten. In den Blick genommen werden dabei nicht nur das Spin-of selbst in seiner spezifischen Gestaltung, sondern auch unterschiedliche Bezüge zwischen der Roman-Serie und dem Genre des Märchens, die letztlich in ein Buch im Buch und damit in ein metafiktionales Spiel mit einem fiktiven Märchen führen, das in der fiktionalen Welt von „Harry Potter“ veritable Bedeutung hat. Ein Schwerpunkt des Skriptums ist daher der motivischen Bedeutung der Heiligtümer des Todes gewidmet.

Der Besuch des STUBE-Freitags, darunter fallen selbstverständlich auch Buchpräsentationen, sind im Angebot der STUBE-Card enthalten, die >>>hier bestellt werden kann.

 

 

 

 

 

 


STUBE Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur | Stephansplatz 3/II/11 | A-1010 Wien | T.: +43 1 51552-3784 | stube@stube.at oder fernkurs@stube.at