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STUBE-Freitag 14. November 2025

Zu Gast: Hannes Wirlinger


 

Es gibt Wege, die sich gegen die Reisenden aufbäumen, um ihnen das Ankommen zu erschweren. Unrealistisch? Keineswegs. Man denke nur an vorweihnachtliche Kinderwagenbarrikaden, Kabelsalate, Menschen-Punschhäferl-Konglomerate sowie raumgreifende Klimper- und Duftschwaden, die uns weismachen wollen, der Weg wäre das Ziel. Nein, nein. Nicht mit uns!  Und außerdem: Advent gilt und damit Ankunft in der STUBE um jeden Preis, geht es doch diesmal darum, einer der integrativsten Persönlichkeiten der österreichischen KJL-Szene zu begegnen:

Hannes Wirlinger war zuletzt 2020 mit seinem Jugendbuchdebüt „Der Vogelschorsch“ zu einem STUBE-Freitag zu Gast (zum Tagebuchbericht geht es >>> hier). Damals war aus bekannten Gründen kein Publikum zugegen und man trug Maske. Heute, fünf Jahre und etliche Bücher später, ist es so weit und er ist live bei vollem Haus wieder in der STUBE, um aus seinem neuen Buch „Piet findet einen neuen Freund“ (Vermes Verlag) vorzulesen.


Im Werkstattgespräch mit Heidi Lexe geht es zuerst um literarische Begriffszuordnungen: Der Weg als anthropomorphe Figur mit sehr menschlichen Beweggründen gleicht einer Allegorie auf Eifersucht und Neid. In dieser Rolle bleibt er höchst wandelbar und deshalb ein besonders herausfordernder Widersacher der Hauptfigur, die schließlich durch ihre innere Stärke alles zum Guten wendet. Hannes Wirlinger will den Text jedoch nicht in der österreichischen Tradition allegorischer Dichtungen von Raimund bis zum „Jedermann“ sehen, ebenso wenig wie er moralisieren oder belehren möchte. Zur Entstehungsgeschichte gibt er nur so viel preis, dass die Zusammenarbeit mit der belarussischen Illustratorin vom Verlag angeregt wurde. Anna Silivonchiks fantasievolle Bilder erinnern in Farbgebung und Ästhetik an den fantastischen Realismus. Sie selbst gibt an, sich an Chagall zu orientieren.


Familie, Weggefährt*innen und jede Menge Gäste füllten den Seminarraum.

Schwenk zum Jugendbuch: Mit „Der Vogelschorsch“ (Jacoby & Stuart) hat Hannes Wirlinger eine ebenso persönliche wie österreichische Geschichte erzählt, die zumindest ein ungeschriebenes Gesetz der Jugendliteratur, nämlich dass es gut ausgehen muss, außer Acht lässt. Während man beim „Vogelschorsch“ von Anfang an das bittere Ende weiß, lässt es sich bei „Die Fürstin der Raben“ nur erahnen. Der Tod hat hier eine Tochter und er tötet nicht, sondern begleitet. Ein dritter Jugendroman, „Runa und die Nebelwanderer“, soll bald bei Jacoby & Stuart erscheinen und wird wie die beiden vorherigen wieder von Ulrike Möltgen illustriert. Mit ihr hat Heidi Lexe vor dem Abend ein Gespräch aufgezeichnet, in dem sie von ihrer Arbeitsweise berichtet, einen kleinen Abriss ihrer ganz persönlichen Materialkunde von Stoff, Papier und Tüll bis hin zu Hundehaaren gibt und sich neu bewusst macht, wie buchstäblich manche ihrer Bilder den Rahmen sprengen.


Ein STUBE-Freitag in Kooperation mit dem Vermes-Verlag.

Hannes Wirlinger hat nicht nur als Autor von Kinder- und Jugendbüchern einen erfolgreichen Werdegang, sondern auch als Drehbuchautor. Heidi Lexe entlockt ihm einige Unterscheidungen der beiden Bereiche: So sind beim Drehbuch viele Entscheidungsträger*innen involviert und der meist unbekannt bleibende Autor unterliegt vielen Genreregel, während in der Literatur beim Schreiben größtmögliche Freiheit herrscht und er mit seinem Buch schließlich allein die Bühne betritt.

Auf seiner Website formuliert Hannes Wirlinger seine Standpunkte, die einer Vielfalt und Buntheit der Gesellschaft, der Gemeinsamkeit und Augenhöhe verpflichtet sind. Das löst er bei Workshops für Schreibende mit Erfahrung, Expertise und kollegialer Unterstützung ein. Entsprechend integrativ von Familie und Freund*innen bis hin zu Kolleg*innen aus Buch- und Filmwelt ist auch das Publikum dieses STUBE-Freitags, der auf Einladung des Vermes Verlages wie gewohnt gemütlich-kulinarisch ausklingt. Zum Glück hat sich auch der Weg eingekriegt und dem Heimkommen keine Hindernisse bereitet.

Ein Bericht von Alexandra Holmes

 

Das Video on demand ist für >>> STUBE-Card-Abonnent*innen ab dem 18. November 2025 zugänglich.

 

 

 

 

 

 

 


STUBE Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur | Stephansplatz 3/II/11 | A-1010 Wien | T.: +43 1 51552-3784 | stube@stube.at oder fernkurs@stube.at