STUBE
  • Angebote
    • STUBE-Card
    • Veranstaltungen
    • Themenbroschüren
    • Schriftenreihen
    • Bestellung
    • Recherchemöglichkeiten
    • Newsletter
  • Fernkurs
    • Zielgruppe
    • Inhalte
    • Bedingungen
    • FAQ
    • Tagungen
    • Aufbaukurs
    • Rückblick
    • Fernkurs Update
  • Buchtipps
    • Kröte des Monats
    • Krötenarchiv
      • Kröten 2025
      • Kröten 2024
      • Kröten 2023
      • Kröten 2022
      • Kröten 2021
      • Kröten 2020
      • Kröten 2019
      • Kröten 2018
      • Kröten 2017
      • Kröten 2016
      • Kröten 2015
      • Kröten 2014
      • Kröten 2013
      • Kröten 2012
      • Kröten 2011
      • Kröten 2010
      • Kröten 2009
      • Kröten 2008
      • Kröten 2007
      • Kröten 2006
    • Themenlisten
    • Monatliche Buchtipps
      • MINT-Buch
      • Religiöses Buch
      • Phantastik-Tipp
      • Lyrik-Tipp
    • Rezensionen online
    • Preise
  • Tagebuch
  • Über uns
    • STUBE-Konzept
    • STUBE-Team
    • Kontakt
    • Tätigkeitsberichte
    • STUBE-Chronik
    • Kooperationen
    • Impressum


STUBE-Freitag: Midsommar. Neuvorstellungen


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 






Heidi Lexe, metafiktional.



Claudia Sack, lyrisch.

 


Peter Rinnerthaler, sachlich.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Das STUBE-Team und Autorin Elisabeth Steinkellner (zweite von links).

„Es ist Mittsommernacht bei Ikea, das ist Schnäppchenjagd auf Leben und Tod“, heißt es in einem Song der Wise Guys. In der STUBE ging es am 21. Juni 2019 nicht ganz so drastisch zu, auch wurde – trotz Bücherflohmarkt - nicht buchstäblich Baufälliges feilgeboten, sondern eine feine Auswahl an Highlights aus dem Frühjahrsprogramm in gewohnt locker flockiger und zugleich wissenschaftlich fundierter Manier präsentiert.

Ja, es war sehr heiß, vor allem weil am Anfang die Live-Performance von „Guck gack ga! Wer kommt denn da?“ stand, die aus einem fein orchestrierten, hingebungsvollen Gegacker des gut eingesungenen STUBE-Teams bestand. - Jetzt schon legendär!

Heidi Lexe bot daraufhin einerseits einen Crashkurs in Metafiktion an, besonders veranschaulicht durch „Madame Fafü“, das nicht nur von einer schrulligen Dame, ihrem Garten und Insekten handelt, sondern auch von der Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. Die Illustration erzählt – metafiktional genial – die Erzähltheorie mit. Wer davon noch mehr Schweißperlen auf der Stirn bekam, entspannte sich etwas bei “Spider-Man. A New Universe“, wo ebenfalls Metafiktion die Gemachtheit von Geschichten ausweist.
Andererseits präsentierte Heidi Lexe „Ein Bruder zu viel“, wo es ausnahmsweise einmal die Eltern sein dürfen, die das Problem lösen, und Mirjam Presslers letzten Roman „Dunkles Gold“, der anhand der Geschichte um den Schatz von Erfurt jüdisches Leben im Mittelalter und heute thematisiert. Was es bei „Rapunzel“ mit der Weltherrschaft der Veganer und Caspar Hauser auf sich hat, wurde ebenfalls ein für allemal geklärt.

Claudia Sackl führte in die jugendliterarisch reflektierte Thematik der #Black-Lives-Matter-Bewegung ein. Dabei erinnert sie an die beiden im selben US-amerikanischen Umfeld verorteten Romane von Angie Thomas und an die „Crongton“-Reihe des britischen Autors Alex Wheatle, der im April in der >>>STUBE zu Gast war. Mit „See You Yesterday“, wo ein Mord mittels Zeitreise verhindert werden soll, oder „Sunny. Der Sound der Welt“ präsentierte sie weitere Werke, in denen unter anderem racial profiling und strukturelle Gewalt thematisiert werden.
Aus dem Sektor der Kinderlyrik hob sie - besonders passend zu Ferienbeginn -  Elisabeth Steinkellners und Michael Rohers „Vom Flanieren und Weltspazieren“ hervor, wozu man die beiden Künstler*innen auch direkt befragen konnte, weil sie aufgrund der Fernkursprüfungstage anwesend waren.

Peter Rinnerthaler entführte in die Welt des Sachbuchs und legte den Schwerpunkt auf Insekten. Besonders „Die wunderbare Welt der Insekten“ entsprach dabei seinem Sinn für Ordnung, Struktur und den kreativen Blick in die Weite und Tiefe. Werden schon im Inhaltsverzeichnis unkonventionelle Gruppierungen angekündigt, so führen die Illustrationen, intermedialen Bezüge und kulturellen Hinweise in eine Welt, die anhand des typographischen Leitsystems mehrfach lustvoll durchwandert werden kann.
Unter dem Motto Anfang – Liebe – Sterben analysierte er drei ausgewählte Bilderbücher: In „Die zweite Arche“ sah er anhand des mythischen und urbanen Raumes alle Sphären besetzt und von A bis Z, oder besser von Alef bis Tav, durchmessen. In „Aus dem Schatten trat ein Fuchs“ erklärte er die Besonderheiten von Einar Turkowskis schwarz-weiß Illustration, die Hell und Dunkel, Licht und Schatten in feinsten Linien und Grautönen nachzeichnet, und wo das Auftreten des zweiten Fuchses mit dem Eindringen von Farbe einhergeht. Und in „Mein Jimmy“ wies er das nebeneinander von Erinnern und Vergehen aus.

Und weil zu Midsommar in der STUBE weder um einen Baum getanzt noch fasziniert dem Verlauf der Sonne hinterhergeblickt wurde, gab es zum kulinarischen Ausklang wenigstens Kötbullar. Und die waren – wie der Rest des Abends - köstlich.


Literaturliste

Gökçe Irten: Guck gack ga! Wer kommt denn da? magellan 2019.

Mies van Hout: Einmal Katze sein. Mit Gedichten von Bette Westera, Koos Meinderts, Sjoerd Kuyper und Hans & Monique Hagen. Aus dem Niederländ. v. Rolf Erdorf. aracari 2019.

Astrid Walenta: Madame Fafü. Ill. v. Julia Dürr. Kunstanst!fter 2019.

Spider-Man. A New Universe. Film v. Bob Persichetti, Peter Ramsey und Rodney Rothman. 112 Min. USA 2018.

The Hate U Give. Film v. George Tillman, Jr. 133 Min. USA 2018.

Angie Thomas: On the Come Up. Aus dem Engl. v. Henriette Zeltner. cbj 2019.

Black Lightning. Serie v. Salim Akil. 29 Episoden in 2+ Staffeln. USA 2018+.

See You Yesterday. Film v. Stefon Bristol. 80 Min. USA 2019.

Dashka Slater: Bus57. Aus dem Engl. v. Ann Lecker. Loewe 2019.

When They See Us. Miniserie von Ann DuVernay. 4 Espisoden in 1 Staffel. USA 2019.

Alex Wheatle: Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann. Aus dem Engl. v. Conny Lösch. Kunstmann 2019.

Jason Reynolds: Sunny. Der Sound der Welt. Aus dem Engl. v. Anja Hansen-Schmidt. dtv 2019.

Angela Diterlizzi: Das große Summen. Ill. v. Brendan Wenzel. Aus dem Engl. v. Cornelia Boese. arsEdition 2019.

Owen Davey: Die große Käferparade. Alles über Mistkäfer, Glühwürmchen, Hirschkäfer und Co. Aus dem Engl. v. Susanne Schmidt-Wussow. Knesebeck 2019.

Bart Rossel: Die wunderbare Welt der Insekten. Ill. v. Medy Oberendorff. Aus dem Niederländ. v. Eva Schweikart. Gerstenberg 2019.

Heinz Janisch: Die zweite Arche. Ill. v. Hannes Binder. atlantis 2019.

Einar Turkowski: Aus dem Schatten trat ein Fuchs. Gerstenberg 2019.

Werner Holzwarth: Mein Jimmy. Ill. v. Mehrdad Zaeri. Tulipan 2019.

Nadia Budde: Krake beim Schneider. Tierische Zweiteiler. Peter Hammer 2019.

Elisabeth Steinkellner: Vom Flaniern und Weltspaziern. Reime und Sprachspiele. Ill. v. Michael Roher. Tyrolia 2019.

Katja Gehrmann: Stadtbär. Moritz 2019.

Linde Hagerup: Ein Bruder zu viel. Ill. v. Felicitas Horstschäfer. Aus dem Norweg. v. Gabriele Haefs. Gerstenberg 2019.

Mirjam Pressler: Dunkles Gold. Beltz&Gelberg 2019

Love, Simon. Film v. Greg Berlanti. 105 Min. USA 2018.

Brüder Grimm: Rapunzel, lass dein Haar herunter! Ill. v. Francesca dell'Orto. Bohem 2019.


Ein Highlight dieses Frühjahrs ist auch der Tagungsband "Timewarp und Taschenuhr" der STUBE, der >>hier bestellt werden kann. All jene, die noch mehr STUBE wollen, sollten sich die STUBE-Card zulegen. Einfach >>>hier klicken und bestellen.




Ein Bericht von Alexandra Holmes

 

 

 

 

 

 


STUBE Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur | Stephansplatz 3/II/11 | A-1010 Wien | T.: +43 1 51552-3784 | stube@stube.at oder fernkurs@stube.at