Ausstellung „Ich bin ich. Mira Lobe und Susi Weigel“
im Wien Museum

Das STUBE-Publikum im Wien Museum
Georg Huemer

Eine Ausstellung für viele Zielgruppen.
Das Interesse war groß an der Spezialführung durch die Ausstellung „Ich bin ich. Mira Lobe und Susi Weigel“, die am Faschingsdienstag, 17. Februar 2015, exklusiv für das Publikum der STUBE im Wien Museum stattfand. Mit großem Fachwissen führte Co-Kurator Dr. Georg Huemer durch die liebevoll und aufwändig gestalteten Räume, die neben dem literarischen Schaffen auch Platz für Lobes und Weigels persönliche Leben ließen. Unter den zahlreichen Interessent*innen nahmen auch Co-Kurator PD Dr. Ernst Seibert und Illustrator Winfried Opgenoorth an der Führung teil und bereicherten den Ausstellungsbesuch.
Vielen Teilnehmer*innen war eine Verbundenheit und fast nostalgische Stimmung anzusehen: Keine*r, der*die nicht irgendwann im Leben mit Mira Lobes vielfältigem Werk in Berührung gekommen wäre. Schon der „Bücherwald“ im Eingangsbereich der Ausstellung (Bilderbücher von Lobe mit verschiedenen Illustrator*innen, die in angenehmer Griff- und Lesehöhe von der Decke hingen) brachte viele Erinnerungen zutage. Das titelgebende „Ich bin ich“ beherrschte in zahlreichen Sprachen und Covergestaltungen eine ganze Wand. Neben Susi Weigel, der wohl prägendsten Lobe-Illustratorin, die mit der Autorin auch eine lebenslange Freundschaft pflegte – ersichtlich unter anderem in handgemalten Postkarten, die auch in der Ausstellung zu sehen sind – werden auch die Bildgestaltungen von Angelika Kaufmann, Christina Oppermann-Dimow und Winfried Opgenoorth gewürdigt. Letzterer erzählte anschaulich von der Zusammenarbeit mit einer der größten Kinderbuchautorinnen Österreichs.
Mira Lobes Opus wird lesbar, greifbar (angelehnt an „Hannes und sein Bumpam“ gibt es eine Ecke mit Papier zum Reißen, um die Ausstellung damit mitzugestalten), hörbar und räumlich erlebbar gemacht – zum Beispiel mit einer großen Schaukel, die an Valerie (die bekannteste Zusammenarbeit von Lobe und Opgenoorth) erinnert.

Winfried Oppgenoorth beim Erzählen (zuhörend: Illustratorin Birgit Antoni) und die zahlreichen Besucher*innen beim Betrachten der ausgestellten Originale.
Noch bis 1. März 2015 ist im Wien Museum die empfehlenswerte Ausstellung „ICH BIN ICH. Mira Lobe und Susi Weigel“ zu sehen, anschließend wird sie nach Vorarlberg weiter übersiedeln.
Der üppige Katalog zur Ausstellung war
>>> Kröte des Monats Februar!
Noch mehr Information über Mira Lobe ist in Georg Huemers Dissertationsschrift „Mira Lobe. Doyenne der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur“ , erschienen als 16. Band der Reihe Kinder- und Jugendliteraturforschung in Österreich im Verlag Praesens zu finden, die dieser am 24. 02. im Wienmuseum, eingeleitet von Heidi Lexe, präsentiert hat.

