Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2015
Verleihung in Osnabrück

(V.l.n.r.) Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück), Weihbischof Robert Brahm (Trier),
Vorsitzender der Jury, Autor Stian Hole, Bischof Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart),
Vorsitzender der Publizistischen Kommission und Frau Saskia Heintz (Carl Hanser Verlag).
Am 19. Mai 2015 wurde bei einem Festakt in Osnabrück zum bereits 26. Mal der Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen – die Jury unter dem Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) wählte das diesjährige Preisbuch „Annas Himmel“ des norwegischen Künstlers Stian Hole aus 230 Titeln, die von 69 Verlagen eingereicht wurden.
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In ihrer Laudatio würdigte Dr. Heidi Lexe, einziges Jurymitglied aus Österreich und Leiterin der STUBE, Stian Hole für die faszinierende Bildlichkeit seines Buches, das eine paradiesische Jenseitsvorstellung erzeuge, die nicht in der Trauer um den Verlust verharre, sondern den Glauben an ein Danach akzentuiere. Hier gibt es die gesamte >>> Laudatio zum Nachlesen.
In seinem Grußwort lobte Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück) „Annas Himmel“ für das Vermögen, uns „für die ermutigende Kraft des Geistes Gottes, den wir in Welt, Gesellschaft und Kirche so sehr nötig haben“, zu öffnen, da es „das Kernthema unseres christlichen Glaubens an Erlösung, Heil und ewiges Leben“ anspreche. In diesem Zusammenhang hob er auch die Bedeutsamkeit des Lesens hervor: „Jeder kennt diese wunderbare Erfahrung, sich in ein Buch hineinzulesen, in die dort beschriebene Welt einzutreten und der Phantasie für die innere Ausgestaltung und den persönlichen Aufbau der Kulisse vor dem inneren Auge Raum zu geben.“
Auch der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), würdigte in seinem Grußwort Stian Holes Buch für sein „himmlisches Thema“. Die Frage nach dem Jenseits erfordere von Erwachsenen das Einlassen auf etwas Unbekanntes, das Hoffen auf mehr, „dass der Tod nicht das Ende ist“, so Bischof Fürst. Sich den Himmel bildhaft vorzustellen, darin seien besonders Kinder die wahren Meister. Dem Preisträger sei es gelungen, „den Himmel in den buntesten Farben und kühnsten Bildern“ zu malen, die Hoffnung und Trost spendeten.
Preisträger Stian Hole wies in seinen Dankesworten auf die wichtige Rolle gerade der oft unterschätzten Gattung des Bilderbuchs hin: Es eröffne einen Raum für Dialog zwischen der Sicht eines Kindes und der eines Erwachsenen, „der Funken zwischen Herz und Gehirn schlägt, zwischen Spiel und Beharrlichkeit. Einen Raum für Zweifel, Neugier und Fragilität. Zwischen Erinnerungen und Träumen, Sehnsucht und Wunder. Das Bilderbuch wird zu einem Ort, an dem Wort und Bild einander brauchen und miteinander interagieren, nicht aber verpflichtet sind, das gleiche zu sagen“.
Ausführliche Informationen zu allen mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichneten Büchern unter http://www.dbk.de/kkujbp0/preisverleihung20140/

Geburtstag in Osnabrück. Die Geschäftsführerin des Preises Lina Brockhaus mit Heidi Lexe.
