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STUBE-Freitag am 24. April 2026: Kopfstand

Zu Gast: Alexander Kluy

 

Der STUBE-Freitag im April dieses sportlich angehauchten Sommersemesters trägt den Titel „Kopfstand“. Wie der Volksmund zu berichten weiß, stellt der April ja gerne alles mögliche auf den Kopf, zum Beispiel das Wetter, aber ganz so trivial geben wir es nicht. Wir stehen auf Köpfchen! Und das trifft sich gut, widmet sich dieser Abend doch dem Sachbuch, das umso vielfältiger und ergiebiger wird, je mehr man darin auch gerne einmal inspiriert um die Ecke denkt.
Zu Gast ist kein geringerer als Journalist, Kritiker und Autor Alexander Kluy, der regelmäßig für DerSTANDARD und Buchkultur schreibt und der den anwesenden Bibliothekar*innen als Referent bestens bekannt ist.


Im ersten Teil spricht Heidi Lexe mit Alexander Kluy über seine eigenen essayistischen Sachbücher, die Kulturgeschichten, Biographien und Reiseführer umfassen. Auf dem Tisch sind als kleines Ratespiel assoziative Devotionalien zu seinen Werken drapiert:
Ein Stein aus der Donau verweist auf „Vom Klang der Donau“, in dem er nicht nur die Flusskreuzfahrt von Wien bis ans Donaudelta beschreibt, sondern auch erklärt, warum wir Joseph Haydn der Donau zu verdanken habe. „Giraffen“, „Der Bleistift“, „Das Kreuzworträtsel und seine Geschichte“ und der „Regenschirm“ sind weitere Titel, die die Frage nahelegen, wie er zu seinen Themen findet. Es sind nicht nur kuriose Jahrestage, sondern auch die selektive Wahrnehmung, die die Welt der Giraffen, Bleistifte, Regenschirme usw. in ihrer Omnipräsenz eröffnet, sobald man sich mit einem Thema intensiv beschäftigt.
Alexander Kluy legt während seiner Recherche digitale Zettelkästen an, die gut hundert Seiten füllen können, dann wird das Material sortiert, ausgewählt und verdichtet, bis schließlich der wichtige erste Satz den Einstieg in einen Text bildet, der die unglaubliche Breite seiner Themen erschließt.
Die assoziativen Gegenstände zu Alexander Kluys Biographien sind unter anderen eine Zigarre für Alfred Hitchcock, ein Kompass für Alfred Adler oder die von Ulrike Möltgen illustrierte Ausgabe des „Sandmann“ für E. T. A. Hoffmann. Im Wiener Mandelbaum Verlag sind von Alexander Kluy Bücher über das jüdisch Paris, Marseille und München erschienenen. Zum Abschluss, eingeleitet von einer Badeente im Vampir-Kostüm, kommt „Schwarz: Kulturgeschichte einer Nichtfarbe“ zur Sprache, und es wundert nicht, dass dieses schlanke Büchlein von Mode über Film zu Kunst, Musik und Literatur bis hin zum Aristokratischen und Klerikalen Brücken zu schlagen vermag.


Im zweiten Teil geht es um die in vier Kategorien vergebene Auszeichnung „Wissenschaftsbuch des Jahres“, der ein aufwändiger Entscheidungsprozess vorausgeht von der Longlist über die Shortlist (Jury) bis zur Kür der Preisträger*innen (Publikumsvoting). Wie für die Jury des Wissenschaftsbuchpreises, der Heidi Lexe angehört, präsentiert Alexander Kluy auch beim STUBE-Freitag eine kleine Auswahl aktueller Sachbücher und gibt Einblick in den Sachbuchmarkt, der durch immer stärker beschleunigte Trends gekennzeichnet ist und sich je nach Sprachraum stark unterscheidet. Anhand des hoch gelobten Titels „Moskaus westliche Rivalen“ erklärt er, dass im Zuge des Krieges in der Ukraine viele ähnliche Bücher verlegt wurden, dass das Thema am Buchmarkt aber trotz anhaltenden Krieges abebbt. „1776“ ist wiederum ein Beispiel für weniger präsente Themen, die durch einen Jahrestag, hier der 04. Juli 1776 als Unabhängigkeitstag der USA, ins Gedächtnis gerufen werden. „Vom Wesen der Flüsse“ und „Unterwegs zu den Gletschern der Welt“ widmen sich neben Klima und Umweltschutz einem weiteren Buchhandelstrend, der als Kontrast zu den Krisen der Zeit auf einen Mentalitätswandel spekuliert: Die Sehnsucht nach Schönem und Unverfänglichem, wie in „Die schöpferische Kraft der Blumen“. Zum Abschluss gibt uns Alexander Kluy „Dankbarkeit – ein unterschätztes Lebensgefühl“ mit auf den Weg.

Dankbar darf man so nahe am Welttag des Buches sein: für Bücher, für das Zuhören und für das Lesen, das ja so etwas ähnliches wie Zuhören ist. Danke auch für den geselligen kulinarischen Ausklang, zu dem STUBE und Bibliotheksfachstelle im Katholischen Bildungswerk (bibio-wien) einluden.


Zum Video on demand geht es >>> hier.
Zugänglich für >>> STUBE-Card-Abonnent*innen ab dem 28. April 2026.

Ein Bericht von Alexandra Holmes

Literaturliste der vorgestellten Bücher:

Oliver Jens Schmitt: Moskaus westliche Rivalen. Klett-Cotta 2026.
Volker Reinhardt: Rousseau. Auf der Suche nach der verlorenen Natur. C .H. Beck 2026.
Iwan-Michelangelo D’Aprile, Annette Meyer und Vanessa de Senarclens (Hg.): Ressourcen der Aufklärung. 50 Probebohrungen ins 18. Jahrhundert. Wallstein 2025.
James Kaplan: 3 Shades of Blue. Miles Davis, John Coltrane, Bill Evans, and the Lost Empire of Cool. Penguin 2025.
James Kaplan: Sinatra. The Chairman. Sphere 2017.
Stefan Schomann: Vom Wesen der Flüsse. Galiani 2024.
Daniel Schwartz: Unterwegs zu den Gletschern der Welt. Galiani 2026.
David George Haskell: Die schöpferische Kraft der Blumen. Kunstmann 2026.
Dieter Henrich: Dankbarkeit. Ein unterschätztes Lebensgefühl. Reclam 2025.

 

 

 

 

 

 

 


STUBE Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur | Stephansplatz 3/II/11 | A-1010 Wien | T.: +43 1 51552-3784 | stube@stube.at oder fernkurs@stube.at