Antje Bones: Nebenan ist doch wie weg.
Mit Bildern von Michael Szyszka.
dtv 2023.

„Niemka“ findet ihren Weg

„Aber die Zeit interessiert das nicht. Die Sekunden, Minuten, Stunden scheren sich nicht um ein zwölfjähriges Mädchen, das irgendwo in Berlin zwischen den Scherben seines Lebens hockt.“ Zeit ist für die 12-jährige Edith bedeutend: An dem einen Ort hat sie zu wenig, an dem anderen hingegen zu viel. Dass ihre Eltern in das Land ziehen wollen, in dem sie sich kennengelernt und studiert haben, ist für die Tagebuchschreibende Ich-Erzählerin wenig nachvollziehbar. Für sie bedeutet es tiefgreifende Veränderung, Abschied von Vertrautem – Freundinnen, Nachbar*innen, Heimat – und Neuorientierung in Fremdem. Genauer gesagt in Polen, Krakau. Dort angekommen beschreibt Edith ihre Entwurzelung und Verunsicherung undramatisch, schwelgt in Erinnerungen an Berlin und ihre beiden besten Freundinnen, die nun ohne sie auf der Schulbank sitzen, freut sich jedoch auch immer wieder über kleine sprachliche und soziale Erfolge. Dabei fließt die Schwierigkeit eine neue Sprache zu lernen, die mit „Vokalen sparsam“ umgeht, ebenso mit ein wie die Verunsicherung in der Schule, wo sie zu Beginn nur als „Niemka“ bezeichnet wird, „die Deutsche“. Formal wechselt der Roman zwischen Passagen aus der Ich-Perspektive und Ediths Tagebucheinträgen; so gelingt eine doppelte Innensicht der Protagonistin, die erst mit der Zeit und nicht ohne Polen mit Deutschland in Beziehung zu setzen, im neuen Land ankommen kann. Schließlich findet sie in Milena (die auf Jesus und den ehemaligen polnischen Papst Wojtyla vertraut) und Antek zwei Freund*innen, mit denen sie Ausflüge ins jüdische Viertel Kazimierz unternimmt und einen geheimen Raum in Ediths Haus entdeckt – samt einem Bündel Briefe von Kaya und Elias. Die Kinder beginnen geleitet von ihrer Neugierde auf eigene Faust zu recherchieren – finden den Namen der ursprünglichen Hausbesitzer und den aktuellen Aufenthaltsort von Elias heraus und setzen sich mit ihm in Verbindung … Bei alledem wird die schwierige deutsch-polnische Vergangenheit (der Krieg, das Ghetto, Auschwitz …) immer wieder spürbar. Was bei Edith zu Misstrauen führt, da sie darüber nichts weiß, wird von ihren Eltern zurückhaltend mit notwendigen Erklärungen aufgelöst. Misstrauen und Überforderung ob der neuen Sprache und Umgebung werden auch in integrierten Schwarz-Weiß-Illustrationen spürbar, die die Komplexität der polnischen Sprache ausloten, als eine Art Wörterbuch fungieren und einmal mehr versinnbildlichen, dass es Zeit braucht anzukommen und sich neu einzurichten.

Alexandra Hofer




Eva Rottmann: Kurz vor dem Rand.
Jacoby&Stuart 2023.

Eva Rottmann: Kurz vor dem Rand

Skateboarden. Eine Subkultur, einst sehr negativ behaftet, ist aus einem Stadtbild kaum wegzudenken: Ob als über Hindernisse fliegende Bretter oder das typische Geräusch, das erklingt, wenn Wheels über Asphalt und Pflastersteine rattern. Das Geräusch, das auch das Herz von Ari schneller schlagen lässt. Mit der Namensgebenden Prinzessin Arielle, die ihre lange Zeit von der Bildfläche verschwunden Mutter liebte, hat sie hingegen nicht viel gemein. Nicht nur, dass sie nicht versteht, wie frau für einen Prinzen ihre Stimme aufgeben kann, ganz grundsätzlich hat sie mit den patriarchalen Strukturen des Films – und der Gesellschaft – Nichts am Hut. Stattdessen wird sie von Rottmann, die selbst leidenschaftlich ihre Füße aufs Deck stellt, als eine Figur gezeichnet, die an vielen Genderstereotypen vorbeischrammt, diese im Text kritisch aufgreift und dekonstruiert. Ganz der Atmosphäre des Skateparks – auch auf der sprachlichen Ebene – gleichermaßen wie einer jugendlichen Lebensrealität verhaftet nimmt auch das Verliebt-sein einen zentralen Stellenwert ein; gelingt aber erfreulicherweise abseits von Kitsch. Vielmehr reflektiert Ari in 14 Tagen, entlang derer der Roman retrospektiv erzählt wird, wie es dazu kommen konnte, dass sie sich überhaupt in Tom verliebt, der meint: Man braucht einen gewissen Basishass, um zu skaten. Er ist rücksichtslos, neu in der Stadt, hat Ecken, Kanten und irgendetwas Geheimnisvolles, das sich erst am Ende offenlegt. Diese besondere Tagebuchform ermöglicht eine Innenperspektive, die im zynischen Ton keinen Hehl daraus macht, dass es Ari gleichgültig ist, was ihr Umfeld von ihr hält. Zumindest dachte sie das. Zunehmend beginnt sie damit zu hadern, dass ihre Skaterkumpels sie nicht als Mädchen, als potentielle Freundin oder attraktiv sehen. Umstände, die sie selbst mit Gerüchten und queeren Ausprobieren genährt hat. Als Tochter, Freundin, Verliebte und Skaterin sieht sie sich Ari dieserart mit Fragen der Selbstidentität konfrontiert, die durch das hilflose Gefühl des Verliebt-seins noch intensiviert werden. Zwischen all dem finden familiäre Dynamiken, gesellschaftspolitische Themen wie die Schere zwischen arm und reich sowie psychische Krankheiten ihren Raum und charakterisieren Aris heterogenes Umfeld. Die romantische Liebesgeschichte wird dabei nicht auserzählt, vielmehr gelingt es Rottmann durch gemeinsame Mutproben und stille Momente zwischen den Zeilen abseits des Skateparklärms, die (Nicht-)Beziehung der beiden einzuweben, in der sich auch Ari ein Stück weit selbst besser kennenlernt.


Alexandra Hofer



Lilly Axster: Ich sage Hallo und dann NICHTS
Tyrolia 2023.
200 S.

„Ich sage Hallo und dann NICHTS": Ein Buchstabe genügt

Zineb identifiziert sich immer abwechselnd mit denen, die sich vor lauter Tragik von allen Brücken dieser Welt stürzen wollen, und mit jenen, die so verliebt und glücklich sind, dass sie vergessen, zu frühstücken und aufs Klo zu gehen. Ich zähle mich weder da noch dort dazu.
Mit den für die Phase der Adoleszenz typischen identitätssuchenden Bewegungen und den damit einhergehenden Verortungen und oft spielerisch erprobten Inszenierungen hat Jecinta wenig am Hut. Das ewige Dazwischensein – sowohl in Bezug auf ihr Alter (kein Kind mehr und doch noch nicht erwachsen) und ihre Familie (das mittlere von drei Geschwistern), als auch mit Blick auf ihre sozialen Beziehungen (in Konfliktsituationen kann sie sich nur schwer positionieren) und kulturellen Bezugspunkte (die sich zwischen Afrobeats und Deutschrap, Kinderfilmen und Horrormovies bewegen) –  hat sie satt. Daher fasst sie einen Entschluss:
„Ab heute bin ich NICHTS. Ich will nirgends mehr dazugehören. Ich tu nichts mehr von dem, was alle tun […]. Ich brauche das alles nicht. Ich spiele nicht mehr mit.“
Nicht nur das Gewand wandert daraufhin kurzerhand in die Altkleidersammlung – und wird durch willkürlich Herausgefischtes ersetzt –, auch der Name wird auf einen Buchstaben reduziert: J. Wie Jay.
Mit präziser und feinfühliger Erzählkunst entwirft die österreichische Buch- und Theaterautorin Lilly Axster, die für ihr literarisches Schaffen dieses Jahr mit dem Christine-Nöstlinger-Preis ausgezeichnet wurde, in „Ich sage Hallo und dann NICHTS“ eine Figur, die sich gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen von außen zu entziehen versucht. Wie ein Navigieren zwischen gesellschaftspolitischen Positionierungen, inneren Vielheiten und selbstbestimmtem Ich-Sagen bzw. -Sein im Spannungsfeld unserer heutigen Gesellschaft gelingen kann, wird in dem Text nicht nur auf inhaltlicher, sondern auch auf metareferentieller Ebene verhandelt. Das Gesagte wird dabei von polyphonen Zwischentönen ergänzt, die unter anderem von jener viel-schichtigen Figur stammen, die Jay zur Seite gestellt wird: Leo ist neu an der Schule und in Jays Klasse. Ihr Markenzeichen: eine gelbe Jacke. Diese ist aber auch schon wieder das einzige, das die vielen Stimmen Leos (ver)eint. Wie sich die besondere Freund*innenschaft zwischen Jay und Leo entspinnt und entwickelt, erzählt der poetische und doch nahbare Jugendroman auf differenzierte und berührende Weise.

Claudia Sackl



Benjamin Alire Sáenz: Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens.
Aus dem Engl. v. Brigitte Jakobeit.
Thienemann 2023. 544 S

„Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens“: „Wenn wir Glück haben“

Das Prinzip der Serialität ist in der Jugendliteratur durchaus populär, und die Gesetze des Marktes empfehlen natürlich eine rasche Abfolge von Bänden. So ist es angenehm unkonventionell, wenn ein zweiter Band wie in diesem Fall stolze 9 Jahre nach dem ersten erscheint – und dennoch quasi nahtlos an die Handlung des mittlerweile verfilmten ersten anschließt. El Paso, Texas, Ende der 1980er Jahre. Dante Quintana und Aristoteles Mendoza, zwei junge Männer aus mexikanischen Familien, haben nach vielen Irrungen und Wirrungen erkannt, dass sie einander lieben und zusammen sein wollen. Ihre liebevollen Familien wissen das auch; ihr sonstiges Umfeld aber, in einer Gesellschaft, in der die Liebe zu einem Mann eine Straftat und eine HIV-Diagnose ein medizinisches wie gesellschaftliches Todesurteil ist, (noch) nicht. Das Hadern mit sich selbst wird wohl auch von den eigenen schmerzlichen Lebenserfahrungen des Autors grundiert. Obwohl das Thema einer der zentralen Handlungsstränge des Textes ist, ist der Umgang damit ein unaufgeregter und vor allem un-voyeuristischer: Verhandelt wird die Beziehung zueinander und das Überleben in einer zutiefst diskriminierenden Gesellschaft, nicht physische Details. Erzählt wird der (auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gut lesbare) Jugendroman aus der Perspektive von Ari, durchsetzt mit Einträgen aus seinem Tagebuch, die sich in Briefform an Dante richten. Im Laufe ihres letzten Jahres an der Highschool gilt es für beide zu klären, wohin ihr Lebensweg führen soll und ob darin für den anderen auch Platz ist. Während in Coming of Age-Romanen die Herkunftsfamilie oft ausgeblendet wird, werden hier beide Familiensysteme mit ihren Verstrickungen sehr differenziert dargestellt: Ari kam als Nachzügler nach der Rückkehr seines Vaters aus dem Vietnamkrieg zur Welt, dieser Hintergrund belastet die Familie ebenso wie der ältere Bruder, der nach einem Mord im Gefängnis sitzt. Dante hingegen bekommt einen Babybruder, der ebenfalls einen klingenden Namen tragen wird: Sophokles. Dieser Beginn eines Lebens kontrastiert ein anderes, das unerwartet und zu früh zu Ende geht. Dennoch steht über allem, bei aller jugendlichen Verzweiflung, eine große Zuversicht, die nicht zuletzt auch spirituell grundiert ist: „Wenn wir Glück haben. Wenn wir großes Glück haben, schickt uns das Universum die Menschen, die wir zum Überleben brauchen.“

Kathrin Wexberg



 


Isaac Blum: Ruhm und Verbrechen des Hoodie Rosen.
Aus d. Engl. v. Gundula Schiffer.
Beltz&Gelberg 2023.
224 S.

Über den Tellerrand geblickt

An Regeln muss man sich nur halten, wenn man sie nicht kennt. Das orthodoxe Judentum wurde innerhalb der Jugendliteratur bislang wenig behandelt. Umso erfreulicher, in welcher Weise der US-amerikanische Autor Isaac Blum den Jugendlichen Jehuda Rosen, Spitzname Hoodie, in seinem Debüt-Roman verortet. Hoodie lebt in einer orthodoxen Gemeinde im kleinen US-amerikanischen Ort Tregaron und kennt außerhalb seiner Gemeinschaft wenig. Bis er auf Anna-Maria Diaz-O’Leary trifft: Sie ist die Tochter der hiesigen Bürgermeisterin, die ein jüdisches Wohnbauprojekt verhindern will, für das wiederum Hoodies Vater kämpft. Und in ihr manifestiert sich für Hoodie alles, was seiner Glaubenslehre nach und in seiner Community verboten ist. Dennoch, oder gerade deswegen, fühlt er sich von ihr magisch angezogen. Sie fungiert gewissermaßen als Fenster zu einer anderen Welt, der Hoodie einen Besuch abstattet, wenngleich er seinen Überzeugungen treu und in den Werten des orthodoxen Judentums verortet bleibt. Aus der Ich-Perspektive gelingt so eine Innenschau mit selbstironischem Ton: Wenn du dich an stark übertriebenen jüdischen Stereotypen orientierst, dann liegst du goldrichtig. Masel tow. Ich bin ein wandelnder Bar Mizwa: mit dunklen Locken und einer ziemlich prägnanten Nase. Ich bin dünn und durchschnittlich. Durchschnittlich ist der Text hingegen keineswegs. Diesen Ton beibehaltend steht nämlich nicht nur ein erstes Verliebt-Sein, sondern gesellschaftspolitische Themen gleichermaßen wie das eigene Verorten innerhalb und außerhalb einer orthodoxen Community im Zentrum. Antisemtische Schmierereien auf dem jüdischen Friedhof und tätliche Angriffe auf Hoodies Freunde, erschüttern die jüdische Gemeinde und geben dieser Anlass, Hoodie an den Pranger zu stellen: Erst sein Kontakt zu Anna-Maria würde den Nährboden für antisemitische Übergriffe bereiten, was darin gipfelt, dass nach einem gezielten Anschlag auf den koscheren Supermarkt die Frage nach der Schuld aufs Tapet gebracht wird. Isaac Blum gelingt dieserart die Verknüpfung sensibler Themen rund um Antisemitismus, Gewalt, (religiöse) Identität und Schuldzuweisungen zu einem stimmigen Jugendromandebüt, das auf unterschiedlichen Ebenen fesselt. Ein Roman, der zum Lachen bringt, über das Leben erzählt, aber gleichermaßen zum Nachdenken anregt und mit grandiosen Nebenfiguren angereichert wird; etwa Hoodies Schwester, die ganz genau weiß, wie man sich innerhalb des strengen Regelkorsetts der Gemeinde zu bewegen hat, und die am Ende des Texts ein Schlupfloch für Hoodie in Form eines Smartphones findet.

Alexandra Hofer



Erna Sassen: Ohne dich. Ill. v. Martijn van der Linden. Aus dem Niederländ. v. Rolf Erdorf. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben 2022. 264 S.; 20,95 €.

Rembrandts „Nachtwache“ auf Socken

Songtexte, Serien, Social Media – der aktuellen Jugendliteratur sind zahlreiche und unterschiedliche Elemente aus der (Populär-)kultur eingeschrieben. Gauguins Zinkografien oder Rembrandts Ölgemälde gehörten bislang eher nicht dazu. Bislang: Denn war es in Erna Sassens bemerkenswertem Debut „Das hier ist kein Tagebuch“ (Freies Geistesleben 2015) Pergolesis Musikstück „Stabat Mater“, das den Text strukturierte, ist es hier die Fülle der bildenden Kunst, die dem jugendlichen Ich-Erzähler Joshua Halt in einer krisenhaften Situation gibt. Eine Krise, die wiederum eng mit dem gesellschaftspolitisch gerade höchst aktuellen Thema Frauenrechte zu tun hat: Zivan, seine engste Freundin und Vertraute seit Kindheitstagen, wurde in die Heimat ihrer Eltern, den Irak, geschickt, um dort mit ihrem Cousin verheiratet zu werden. Joshua ist gerade von der Realschule in die Hauptschule gewechselt, wo ein rauher Umgangston herrscht: Sergio, der kickboxende, tätowierte Rädelsführer in der Klasse und sein „Leibwächter“ Dylan nennen ihn spöttisch „Rembrandt“, weil er ständig in sein Skizzenbuch zeichnet. Doch gerade dieses Kritzeln weckt Sergios Interesse, er möchte sich von ihm sein nächstes Tattoo entwerfen lassen. Anhand der unzähligen Darstellungen von Zivan, die Joshua in seinem Zimmer hängen hat, kommen die drei Burschen ins Gespräch, über zentrale Fragen des Lebens, aber letztlich auch der Kunst: Was unterscheidet „nackte Weiber“, wie Sergio es formuliert, von Uglows Aktdarstellungen? Wie kann ein fliegendes Vögelchen das Wesen von Dylans verstorbener kleiner Schwester darstellen? Warum zeichnet Joshua Zivan, zu der der Kontakt letztlich völlig abbricht, immer wieder als Zicklein? Ein Schulausflug ins Rijksmuseum wird zu einem der Höhepunkte des Romans: Auf unnachahmlich komische und dennoch sympathische Weise verhandelt das ungleiche Trio, warum „Die Toilette der Bathseba“ nichts mit einem Klo zu tun hat, in diesem Kontext nicht von Titten, sondern von Brüsten gesprochen wird und ob es reicht, „Die Nachtwache“ schon einmal auf Opas Socken abgebildet gesehen zu haben. Während diese, in der realen Welt existierenden, Kunstwerke nur diskursiv vorkommen, machen Joshuas Entwürfe einen wesentlichen Teil des Buches und der Handlung aus. Sie wurden vom Illustrator Martijn van der Linden, der irritierenderweise in der Bibliographie des Buches nicht erwähnt wird, gestaltet und spiegeln den Prozess, mit dem Verlust von Zivan zu leben, auf eindringliche Weise wieder.

Kathrin Wexberg


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