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Ausgewählte Aspekte des Werkstattgesprächs

 

- Collage als Prinzip
Das in Verbindung bringen von Altem und Neuem, die Kombination unterschiedlicher illustratorischer Gestaltungsmittel ist für Helga Bansch einer der herausragenden Aspekte ihres Schaffens. So erhielt sie von ihrem als Kartograf tätigem Lebensgefährten einen Stoß historischer Landkarten und von einer Dame 30 Jahre altes, vergilbtes Papier geschenkt – beides verwendet sie kontinuierlich in ihren Bildern und macht somit oftmals etwas Altes zur Grundlage, um darauf etwas Neues zu erschaffen. Diese Collage-Elemente von verschiedenen Papieren oder Stoffen ergänzt sie durch Figuren und Landschaften, die sie meistens in Acryl oder mit Bleistiften erschafft.

 

- Zusammenspiel von Bild und Text
Über einen gemeinsamen Freund lernte sie Heinz Janisch kennen, der ihr drei Texte zur Auswahl vorlegte, um einen davon zu illustrieren. Seitdem sind mittlerweile elf Bilderbücher in dieser besonderen Kooperation entstanden. Bansch bezeichnet Janischs Texte als "Eldorado für Illustratoren", da sie viel erzählerischen Freiraum bieten, der durch die eigenen Bilder gefüllt werden kann. Nach knapp 30 illustrierten Büchern in zehn Jahren erhält sie mittlerweile zahlreiche Texte als Grundlagen möglicher neuer Werke vorgelegt – jedoch ist die Künstlerin von diesen Vorlagen nicht immer begeistert und so kam es, dass sie zu zehn Bilderbüchern auch den Text beisteuerte; so unter anderem zu "Ein schräger Vogel", für dass sie 2008 den Preis der Jugendjury des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises gewann.

 




- Entwicklungslinien in ihrem Schaffen
Seit 20 Jahren erschafft Helga Bansch freie Arbeiten, seit 10 Jahren bewegt sie sich im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. In diesen zehn Jahren ist die Farbe Rot das bestimmende Element ihrer Bilder. Von der kontinuierlichen Wiederkehr dieses Farbmotivs ist sie selbst überrascht und kann nicht begründen, woher die Fokussierung auf diese Farbe stammt. Jedoch soll es nach einem Jahrzehnt nun auch farblich in eine andere Richtung gehen – welche das sein wird, ist noch ungewiss. Schwärzte die Illustratorin zu Beginn ihrer Arbeit an Bilderbüchern noch den Maluntergrund bevor sie diesen übermalte, so nimmt sie mittlerweile Abstand davon, da ihrer Meinung nach dadurch die Bilder zu viele Schwere erhielten. Als Prinzip ihres Schaffens lässt sich ihre Orientierung an der kindlichen Rezeption der Bücher benennen: "Kinder schauen sehr intensiv" und so versucht sie unter anderem zahlreiche Details in ihre Bilder einzubauen, die sich vielleicht erst beim nochmaligen Schauen eröffnen und somit wiederholte Leseprozesse motivieren sollen.

 





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