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Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2010

 





Bischof Franz-Josef Overbeck, Weihbischof Robert Brahm und Bischof Gebhard Fürst mit
Heinz Janisch und
Linda Wolfsgruber
Foto © Tim Kempen / katholisch.de

"Komm zur Ruhr" hieß es heuer auch für den Katholischen Kinderbuchpreis: Im Rahmen von RUHR.2010 wurde in der Zeche Zollverein in Essen die renommierte Auszeichnung zum 21. Mal von der Deutschen Bischofskonferenz vergeben. Und Österreich kam, denn der Preis ging seit vielen Jahren erstmals wieder an ein österreichisches Kinderbuch:
"Kinder sind Weltmeister im anfangen", stellt Heinz Janisch fest und widmet sein Buch über den Anfang seiner Tochter Lilli. Dem entsprechend war Lilli - nunmehr 9 Monate alt - der eigentliche Star eines Abends, an dem Heinz Janisch und Linda Wolfsgruber der Katholische Kinderbuchpreis für Wie war das am Anfang, erschienen im Wiener Domverlag, verliehen wurde.

Als Bilderbuch, das keine geschlossenen Antworten liefert, sondern offene Fragen bietet, honoriert Fritz Pleitgen, langjähriger Intendant des Westdeutschen Rundfunks und Geschäftsführer von RUHR.2010, das Bilderbuch. Es setzt, so Pleitgen, "ein Spiel der Möglichkeiten" in Gang und zeigt doch jeden Mensch als von Gott gewollt - mit all seinen Stärken und Schwächen.



 




Anton F. Gatnar und Inge Cevela vom Wiener Domverlag bei der Preisverleihung (li.)
Inge Cevela und Heidi Lexe mit dem Juryvorsitzenden Weihbischof Robert Brahm


"Gott ist, aller postmodernen Säkularisierung zum Trotz, ungebrochen eine Anlaufstelle für Fragen, die nicht alleine zu beantworten sind", stellt Kathrin Wexberg in einem Beitrag über Gottesbilder in der Kinder- und Jugendliteratur fest. Bischof Gebhard Fürst greift dieses Zitat in seiner Eröffnungsrede auf und stellt es in den Kontext einer christlichen Erziehung, die nicht "in der Vermittlung einer Fülle von Wissen" bestehe, "sondern in der für Kinder und Jugendliche geschaffenen Möglichkeit, zu entdecken, zu erfinden, zu erfahren, zu erspüren".

Kinder sind Weltmeister im anfangen. Doch auch danach gilt es im Leben, sich seine Anfänge nicht nehmen zu lassen. Mit jedem Umblättern im Leben, wie auch im Buch, gilt es, auf das JETZT zu vertrauen, geben Heinz Janisch und Linda Wolfsgruber den Gästen der Preisverleihung mit und bedanken sich bei der Jury, aber auch bei Inge Cevela, der Leiterin des Wiener Domverlags, "für die Ermöglichung dieses Buches über die Anfänge".

Dem Team des Wiener Domverlags wünscht die STUBE, dass diesen vielbepreisten Anfängen im Kinderbuchprogramm noch zahlreiches Umblättern folgen mag! Heinz Janisch und Linda Wolfsgruber gratulieren wir ganz herzlich zum Katholischen Kinderbuchpreis 2010.

Die Vergabe des Katholischen Kinderbuchpreises 2011 hingegen steht bereits am Anfang. 324 Bücher waren es für den Preis 2010, die von der Jury bearbeitet wurden. 80 Bücher stehen schon jetzt in den Regalen der Jurymitglieder für den Preis 2011. Neu in dieser Jury ist Heidi Lexe, Leiterin der STUBE, die als einziges nicht-deutsches Mitglied berufen wurde.

 

Den im Rahmen der Preisverleihung gezeigten Film über Heinz Janisch und Linda Wolfsgruber, sowie die Eröffnungsrede von Bischof Gebhard Fürst, die Laudatio von Fritz Pleitgen und die Dankesworte der PreisträgerInnen finden Sie hier


 

 


Moderatorin Nina Ruge
mit den PreisträgerInnen

 



Inge Cevela und
Heidi Lexe
Fotos © Friedl Cevela