Angebote
Fernkurs
Buchtipps
Tagebuch
Wir über uns
 

 

 

Empfehlungen für jedes Alter

 

Ab 9 Jahren

 

 

Victor Caspak / Yves Lanois / Ole Könnecke: Die Kurzhosengang

Wer sich artgerecht auf die Eishockey-WM 2005 in Österreich vorbereiten will, findet in dieser aus dem Kanadischen übersetzten (so wird zumindest behauptet!) Erzählung erste Grundinformationen. Der Übersetzer nämlich hat den Text mit zahlreichen Fußnoten angereichert, in denen dann zum Beispiel zu erfahren ist, dass der im Eishockey verwendete Puck nur sehr vage in Zusammenhang zu bringen ist mit der gleichnamigen Figur aus Shakespeares "Sommernachtstraum". Auch die vier unter dem Namen "Kurzhosengang" bekannt und berühmt gewordenen Knaben Rudolpho, Snickers, Island und Zement spielen in einer Hockey-Mannschaft; ihr Ruhm jedoch gründet in einer ganz anderen Begebenheit und wird aus ihrer je eigenen Sicht deutlich unterschiedlich dargestellt. Es entstehen köstlich zu lesende Lügengeschichten, die ihrerseits in eine geniale literarische Gesamtinszenierung eingebettet werden.

Aus dem kanad. Englisch und mit Anmerkungen versehen von Andreas Steinhöfel. Carlsen 2006. 224 S., € 7,40.
ISBN 978-3-551-35564-5

 

 

Salah Naoura / Regina Kehn: Konrad, Krax und das Zeichen der Zebrafrösche

"Krääähn krakören kri kri Kraaaken kru Krakeeelje kräh Kraaakenkrögel" - ein Rabe, der ganz angestrengt sprechen lernen möchte, elektromagnetische Kinder und Konrads plötzlich entdeckte Fähigkeit zur Telekinese sind noch die gewöhnlichsten Bestandteile dieser bereits in zwei Bänden erzählten, rätselhaften Welt. Aus der Rahmenhandlung um zwei am Flughafen vertauschte Kinder und deren Eintritt ins Arkana-Zentrum für magische Fähigkeiten entspinnt sich eine herrliche, hypnotisch illustrierte Persiflage voll Doppeladressierung und Anleihen aus Esoterik und Geheimlehre, die eine literarisch innovative Art findet, Magie und Alltag zu verstricken und auch nicht davor zurückschreckt, eine Großmama zur Schurkin zu machen ...

Tulipan 2008. 260 S., € 17,40. ISBN 978-3-9399-44-09-6

 

 

Andreas Steinhöfel / Peter Schössow: Rico, Oskar und Tieferschatten

Emil und die Detektive waren gestern. Aus der "Schumannstraße 15" wird die "Dieffe 93" und der brave Streber wird vom tiefbegabten Rico abgelöst. Für einen wie ihn, der rechts und links irgendwie nicht auseinanderhalten kann, ist es gar nicht so leicht, einem Entführer auf die Spur zu kommen. "Mann, Mann, Mann." Da hilft es auch nichts, ein so cleveres Kerlchen wie Oskar kennenzulernen, denn schon bald ist Oskar selbst Opfer von Mister 2000. Da gilt es für Rico trotz all seiner Schwächen gehörig Stärken zu mobilisieren. "Mobilisieren: etwas in Bewegung bringen." So hätte Rico es in seinem persönlichen Wörterbuch formuliert, das er als enthusiastischer Ich-Erzähler seinem Computer-Tagebuch handschriftlich hinzufügt. Trotz persönlicher Langsamkeit vermag Rico dabei gehörig Drive in die sich überschlagenden Ereignisse zu bringen.

Carlsen 2008. 224 S., € 13,30. ISBN 978-3-551-55551-9

 

 

 

Ab 10 Jahren

 

 
Betty Hicks: Der Sommer, in dem meine Sonnenblume gekillt wurde

Die Sonnenblume als Auslöser für eine veritable Familienkrise: Die Mutter von Lily und Parker hat noch einmal geheiratet, und ihr neuer Partner bringt gleich zwei Kinder mit in die Ehe. Als Lilys liebevoll gezüchtete Sonnenblume heimtückisch abgeknickt wird, ist die Schuldfrage rasch geklärt: Die neue Schwester war's. In einem turbulenten Durcheinander von Verdächtigungen, Sanktionen und Wiedergutmachungsversuchen stellt sich schließlich heraus, dass manche Dinge anders liegen, als vermutet, und dass auch in der neuen Familienkonstellation ein Miteinander möglich ist. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der vier Kinder, eine Erzähltechnik, die verdeutlicht, wie unterschiedlich ein und dasselbe erlebt werden kann.

Aus dem Engl. v. Sylke Hachmeister. Dressler 2006. 192 S.,
€ 12,40. ISBN 978-3-7915-0811-5

 

 

Philip Pullman / Einar Turkowski: Die Abenteuer des Baron von Krähenschreck

"Deine erste Aufgabe ist, mich aus dem Morast herauszuziehen", sagt die Vogelscheuche, Baron von Krähenschreck, zum Waisenjungen Jack. Jack hat nämlich gerade einen neuen Job bekommen, er ist ab nun Diener der Vogelscheuche. Materielles, sagt sie gleich, habe sie nicht zu bieten, dafür jede Menge Abenteuer. Wie Don Quijote und Sancho Pansa ziehen sie in die Welt hinaus. Immer wieder gelingt es Jack seinen naiven Herren mit Erbsengehirn durch Klugheit und List aus aussichtlosen Situationen zu retten. In einzelnen Episoden gestaltet Pullman eine aberwitzige Geschichte gespickt mit humorvollen Details und einem überraschenden Happy End.

Aus dem Engl. v. Wolfram Ströle. Carlsen 2007. 208 S., € 17,40. ISBN 978-3-551-55414-7

 


Ulf Stark: Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill

Die Musik der Liebe hallt durch diesen Sommer - doch sie ähnelt eher einem Urschrei als den erhofften lieblichen Klängen. Es ist einer jener Sommer, in dem die Kindheit zu Ende geht: Das Erwachsenwerden ist noch fern - und doch nimmt man die (Liebes-) Nöte der "Großen" plötzlich ganz anders wahr: Stimmt es, dass Ulfs Großmutter seinen Großvater nie so geliebt hat wie er sie? Es ist jener Sommer, in dem Ulfs unvergleichlicher Freund Percy sich in den Familienurlaub in den Schären einschleicht und für allerlei amouröse Irrungen und Wirrungen sorgt. Mit viel Situationskomik wird jedoch geschildert, dass Percy für jedes Problem, das er verursacht, auch Lösungsvarianten parat hat. Und seien diese noch so seltsam wie die Sache mit den Dorschaugen …

Aus dem Schwed. v. Birgitta Kicherer. Oetinger 2003. 224 S.,
€ 12,90. ISBN 978-3-551-55425-3

 

 

 

 

Ab 11 Jahren

 

 

Hillary McKay: Vier verrückte Schwestern

"Ich wollte, ich hätte normale Töchter." Dieser Seufzer, zu Beginn der nunmehr dritten Erzählung über ihre vier unwiderstehlichen Töchter ausgestoßen von Mrs. Conroy, nimmt leitmotivisch vorweg, was sich den Leser/innen mit jeder skurrilen Pointe aufs Neue erschließt: Wo Ruth, Naomi, Rachel und Phoebe am Werk sind, tritt an die Stelle des Alltäglichen das geplante und akribisch inszenierte Chaos. Folgerichtig tritt das erste Verliebtsein bei den Conroy-Mädchen nicht auf den Plan, indem man sanft errötet oder hingebungsvolles Anhimmeln in erste zarte Annäherungen verwandelt, sondern mit all der Unerbitterlichkeit, Durchsetzungskraft und Intensität, mit der die - wie die Illustrationen nachdrücklich bestätigen - stets etwas zerzausten und zumeist in ihre Bücherwelt entrückten Conroy-Mädchen nun mal ihr Leben zu einem nimmerendenden Happening machen. Den Überblick bewahrt wie immer Oma die Große; doch dort, wo eine schwungvoll erzählte und mit sprachlichem Raffinement übersetzte Evakuierung liebeskranker Teenager nach Frankreich vonstatten geht, zeigt sich auch Oma die Große nicht unberührt vom Leben und der Liebe.

Aus dem Engl. v. Irmela Brender. dtv junior 2001. 224 S., € 8,20. ISBN 978-3-423-70644-5

 

 

Louis Sacher: Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake

Stanley versteht die Welt nicht mehr, als er völlig zu unrecht des Diebstahls beschuldigt, verurteilt und in die Besserungsanstalt Camp Green Lake verfrachtet wird. Aber so war es in Stanleys Familie schon immer: Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Und daran ist zweifelsohne Stanleys Ururgroßvater, dieser elende Tunichtgut und Schweinedieb schuld. Wie sehr dieser familiäre Stehsatz mit Stanleys Schicksal verknüpft ist, hat niemand vermutet. Dass ein erbarmungswürdiger Ort in der Wüste die Schicksalsfäden erneut miteinander verknüpft, macht die Einzigartigkeit dieser Erzählung aus. Den von den Jugendlichen in Camp Green Lake nach strenger Vorschrift ausgehobenen Löchern gleich legt Sachar nach und nach jene Handlungsfragmente frei, die letztlich Vergangenheit und Zukunft auf kuriose Weise zueinander führen.

Aus dem Engl. v. Birgitt Kollmann. Beltz & Gelberg 2008. 304 S.,
€ 8,20. ISBN 978-3-407-74098-4

 

 

Paul Shipton / Axel Scheffler: Heiße Spur in Dixies Bar. Ein neuer Fall für die Wanze

Er ist wieder da: Wanze Muldoon, der Privatdetektiv aus dem "Garten". Während er noch ganz gemütlich mit Grashüpferin Wilma (der Journalistin) beim Nektar-Cocktail in Dixies Bar sitzt und dem Boxkampf der Hirschkäfer zusieht, bricht plötzlich ein schwer irritierter Igel durchs Zuckerrohr. Er hinterlässt nicht nur Chaos in Dixies Bar, sondern auch Flohkind Netta, die mit dem Igel ihr Wirtstier verloren hat und verstört von einem Ungeheuer stammelt. Keine Frage: Netta ist ein Fall für die Wanze! Diesmal jedoch muss sich Muldoon ins "Haus" wagen und kommt dabei mafiosen Machenschaften eines alten Bekannten auf die Spur … Mit Witz und Anspielungsreichtum gestaltet sich auch der zweite Insektenkrimi aus dem Hause Shipton – begleitet von Vignetten, die diesmal sogar ein Menschlein ins Käfer- und Fliegenmilieu einschleusen!

Fischer Schatzinsel 2003. 240 S., € 8,20.
ISBN 978-3-596-80364-4

 

 

Für die Jüngsten

3 bis 5 Jahre

6 bis 8 Jahre

12 bis 15 Jahre