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Ringparabel reloaded?
Weltreligionen als Thema der Kinder- und Jugendliteratur

 


 

Die Theologie bedarf der Kunst, um ausgedeutet zu werden.

Welch wunderbarer Leitgedanke (formuliert vom Dekan der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, Martin Jäggle) für einen Studientag, an dem der Frage nachgegangen wurde, in welcher Form die Weltreligionen in ihrer Differenziertheit Eingang in Bücher für Kinder und Jugendliche finden – und an dem Weihbischof Franz Scharl als besonderer Gast begrüßt werden durfte.











Eröffnungsreferent
Martin Jäggle (li.) und Ehrengast Weihbischof
Franz Scharl


In Nostrae Aetate, der Erklärung des II. Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen wird festgehalten:
"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die […] einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet."

Diesem aufrichten Ernst folgend wurde in Vorträgen und Diskussionsrunden nach der Qualität des kinder- und jugend-literarischen Bemühens gefragt, Wissen und Diskussionsgrundlage für einen interreligiösen Diskurs zu schaffen.

Das Detailprogramm des Studientags finden Sie hier

Einen detaillierten Bericht über die in den Vorträgen formulierten Grundüberlegungen finden Sie hier


 



Hubert Petrasch, Geschäftsführer der Erwachsenenbildung
in der Erzdiözese Wien





Oben v.l.n.r.:
Reinhard Ehgartner,
Katja Eichler und Eleonore Lappin-Eppel, Ursula Baatz
Unten v.l.n.r.:
Amena Shakir, Markus Muth und Astrid Ingruber


Nicht übereinander, sondern miteinander sollte dabei gesprochen werden. Wie groß das Interesse an diesem Gedankenaustausch war, zeigten nicht nur die bis zu 50 TeilnehmerInnen, sondern auch die breite Wertschätzung des Studientags, die sich in einer Fülle an Kooperationen niederschlug: Gemeinsam mit der STUBE haben die Kirchliche pädagogische Hochschule Wien/Krems, vertreten durch Peter Schwarz, die Kontaktstelle für Weltreligionen, vertreten durch Astrid Ingruber, das Österreichische Bibliothekswerk, vertreten durch Reinhard Ehgartner, das Kirchliche Bibliothekswerk, vertreten durch Ingrid Kainzner, die Katholische Jugend Österreich, vertreten durch Markus Muth, die Theologischen Kurse und die Zeitschrift Weite Welt, vertreten durch Wolfgang Wagerer am Programm und Gelingen des Studientags mitgewirkt.

Am Ende eines eindrücklichen Tages mündeten die exegetischen Gedankensprünge und literarischen Exkurse in den Genuss einer Lesung von Mirjam Pressler, die auf Einladung der STUBE, der Facultas Dombuchhandlung am Stephansplatz und des Verlags Beltz&Gelberg aus ihrem neuen Roman "Nathan der Weise" las und damit den Kreis zu Martin Jäggle schloss, der am Beginn des Studientags fragte: Kann die Ringparabel heute noch Gültigkeit haben?

 

 

 


Mirjam Pressler